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Heil-, Duft- und Gewürzpflanzen

Blattdüngung in Heil-, Duft- und Gewürzpflanzen

Heil-, Duft und Gewürzpflanzen dienen zur Herstellung von Heil- und Kosmetikmitteln, zum Würzen von Speisen, als Gemüse und als Zierpflanzen.

Der Anbau von Heil-, Duft und Gewürzpflanzen erfordert viele Spezialkenntnisse in der Botanik und den Anbauverfahren der einzelnen Arten. Von entscheidender Bedeutung für das Gelingen ist die richtige Auswahl des Standortes, da die o. a. Kulturen spezifische Ansprüche an den Boden und an das Klima stellen.

Werden Pflanzen nicht als Nahrungsmittel sondern als Heilpflanze verwendet, werden aus ihnen sogenannte pflanzliche Drogen hergestellt. Diese dienen dann als Arzneimittel für die Gesunder-haltung von Mensch und Tier. Dabei kommen getrocknete Pflanzen sowie Pflanzenteile oder Endprodukte wie ätherische Öle zum Einsatz. Ätherische Öle wirken entzündungshemmend und verdauungsfördernd, Bitterstoffe keimtötend und beruhigend, Gerbstoffe wirken antibakteriell und reizmildernd, die Flavonoide (Farbstoffe) sind Radikalfänger und schützen die Zellen und Saponine hemmen das Pilzwachstum.

Beim Anbau von Heil-, Duft- und Gewürzpflanzen steht die zusätzliche Nährstoffversorgung über eine Blattdüngung mit verschiedensten Nährstoffen noch am Anfang. Auf Grund der Vielzahl an Pflanzenarten und der unterschiedlichen Nutzung der Ernteprodukte ist eine generelle Aussage schwierig.  Eine gezielte Blattdüngemaßnahme bietet eine schnelle Abhilfe bei nicht ausreichender  Nährstoffverfügbarkeit bei  z. B. einem hohem pH-Werte im Boden und/oder Trockenheit.

 

Wachstumsförderung bei Stress

In witterungsbedingten Stresssituationen (z. B. Kälte und Nässe, aber auch Trockenheit) kann die Pflanze beim Aufbau von Eiweiß und Kohlenhydraten durch eine direkte Zufuhr von Aminosäuren unterstützt werden. Dies führt zur Erhöhung der Stoffwechsel- sowie zur Anregung der Photo-syntheseleistung. Wir empfehlen für diesen Einsatzschwerpunkt das Produkt Lebosol®-Total Care.

Stress ist nicht nur witterungsabhängig sondern kann ebenso durch Pflanzenschutzmaßnahmen (z. B. blattaktive Herbizide) hervorgerufen werden. Auch in dieser Kombination hat sich der Einsatz von Lebosol®-Total Care bewährt. 

Eine zweite Möglichkeit, die Stress bei jungen Pflanzen verursacht, ist das Verpflanzen. Aminosäuren fördern die Wurzelbildung und das Pflanzenwachstum. Je schneller eine Pflanze nach dem Setzen neue Wurzeln bildet, desto früher kann ein optimales Wachstum beginnen. Hierzu empfiehlt es sich, die Jungpflanzen in eine Aminosol®-Lösung zu tauchen oder gleich nach dem Verpflanzen zu behandeln.

Bei ungünstigen Wettersituationen führt auch der Einsatz von Bodenherbiziden ebenso zu Stress (Regen nach der Applikation). Hier kann der Zusatz von 0,4 l/ha Herbosol® verhindern, dass der Wirkstoff zu schnell in den Wurzelhorizont verlagert wird.

Vitalität und Widerstandskraft durch Kaliumphosphonat

Die Förderung der pflanzeneigenen Abwehrstoffe spielt beim Anbau von Heil-, Duft- und Gewürzpflanzen eine entscheidende Rolle. Eine Behandlung mit Kalium- oder Magnesiumphosphonat stärkt die Widerstandskraft sowie die Vitalität von verschiedensten Arten und hat sich bereits seit einigen Jahren in der Praxis etabliert. Idealerweise wird die Behandlung mit den Fungizidmaßnahmen kombiniert. 
Mehrere Anwendungen von Lebosol®-Kalium-Plus oder Lebosol®-Magnesium-Plus unterstützen die pflanzeneigenen Abwehrkräfte und erhalten Blattqualität und –gesundheit.

Blattqualität, Blattgesundheit sowie Quantität und Qualität der Inhaltsstoffe fördern durch Blattdüngung

Insbesondere sind chlorotische Aufhellungen, Blattflecken oder auch schlaffe Pflanzen mit hellgelben Streifen und braunen Punkten unerwünscht. Um die Pflanzen wieder zur gewünschten Blattqualität zu bringen, bietet die Blattdüngung mit Makro- und Mikronährstoffen schnelle Hilfe. 
Eine Pflanzenanalyse gibt Auskunft darüber, welche Nährstoffe im Mangel sind. Darauf aufbauend ist eine gezielte Blattdüngung möglich, welche immer einen positiven Einfluss auf den Ertrag und die Qualität hat.

Gute Kaliumversorgung als Vorbereitung für Haltbarkeit und Lagerstabilität

Zur schnellen Behebung von Kalium-Mangel empfiehlt sich eine flüssige Kaliumdüngung über das Blatt mit Lebosol®-Kalium 450
Eine gute Kaliumversorgung kann die Stabilität im Lager und die Qualität erhöhen, so dass eine verbesserte Haltbarkeit zu erwarten ist.  

Mikronährstoffversorgung

Zur Verbesserung des Fruchtansatzes bei den entsprechenden Heil-, Duft- und Gewürzpflanzenarten spielen Elemente wie Bor und Zink eine bedeutende Rolle. Dazu können vor der Blüte Lebosol®-Robustus SC (Bor + Calcium) und Lebosol®-Zink 700 SC appliziert werden.

Ein Mangel an Mangan zeigt sich durch eine Gelbfärbung zwischen den Nerven. Bei Mangan-Mangel erscheinen die ersten Symptome auf den gerade vollständig entwickelten Blättern und später auch auf den jüngeren Blättern. Im Gegensatz zum Magnesium-Mangel, wo diese ersten Symptome auf den ältesten Blättern erscheinen.

Im Knospenstadium und zur Blüte kann sich ein Mangel an Mangan negativ auf Ölgehalte und Ölqualität auswirken und zu einem schwächeren Fruchtansatz führen. Ähnlich wie Bor steht Mangan bei Trockenheit und hohen pH-Werten nur eingeschränkt zur Verfügung. Eine Blattdüngung mit Lebosol®-Mangan GOLD SC kann Abhilfe schaffen.

Schwefelversorgung

Schwefel-Mangel tritt bei den Familien der Kreuzblütler aber auch der Familie der Liliengewächse besonders häufig auf. Sie benötigen Schwefel zur Bildung von Glucosinolaten, auch Senfölglycoside genannt. Insbesondere der Geschmack wird durch enthaltene Schwefelverbindungen beeinflusst.

Schwefel-Mangel begünstigt Pilzerkrankungen, auch der Pflanzenstoffwechsel leidet. Eine Blattdüngung mit Lebosol®-Schwefel 800 SC oder mit VITALoSol® GOLD SC als kombinierte Variante (Schwefel, Mangan, Kupfer) kann die Versorgung Ihrer Pflanzen unterstützen bzw. die Widerstandskraft Ihrer Pflanzen stärken.

Bei allen zusätzlichen Effekten, die wir durch die Blattdüngung erzielen, ist es wichtig zu wissen, dass wir gerade im Bereich der Makronährstoffe die bedarfsgerechte Bodendüngung nicht ersetzten.

Schwerpunktempfehlungen

Ziel/Problem Empfehlung Zeitpunkt
Verbesserung der Effektivität und Verträglichkeit von Bodenherbiziden 0,2 - 0,6 l/ha Herbosol® (in Abhängigkeit von der Bodengüte: schwerer Boden, hoher Humusgehalt 0,2 l/ha, leichter Boden, geringer Humusgehalt 0,6 l/ha) Zu den Bodenherbiziden
Effektivität, Verträglichkeit von Pflanzenschutzmaßnahmen 150 - 300 ml Aminosol® (pro 100 l Spritzwasser) Zu den Pflanzenschutzmaßnahmen
Effektivität, Verträglichkeit von Pflanzenschutzmaßnahmen 1 - 2 l/ha Aminosol® Zu den Nachauflauf-Herbiziden, bei extremen Wetterbedingungen
Anfangsentwicklung, Anwachsen, Wurzelbildung Aminosol® (Tauchen der Pflanzen in eine Lösung aus 1 % oder mit 5 - 10 l/ha Aminosol® angießen.) 5 - 10 l/ha Aminosol® (angießen) Vor Neupflanzung
Zum Überbrücken von Perioden mit schlechten Wachstumsbedingungen 4 - 6 l/ha Lebosol®-Total Care Bei Stress in den Anlagen
Blütenqualität, Fruchtansatz, Fruchtqualität, Calciumtransport, innere Qualität 1 - 3 mal 2 l/ha Lebosol®-Robustus SC +
1 - 3 mal 0,25 l/ha Lebosol®-Zink 700 SC
Vor der Blüte
Lagerstabilität, innere Qualität, Widerstandskraft 2 - 4 mal 4 - 6 l/ha Lebosol®-Calcium-Forte SC Ab 10 - 14 Tagen nach dem Pflanzen oder ab Abblüte bis Ernte
Anfangsentwicklung, Energie- und Wasserhaushalt, N-Effizienz, Vitalität 1 - 2 mal 5 l/ha Lebosol®-Magphosoder1 - 2 mal 6 - 8 l/ha Lebosol®-PK-Max Sobald ausreichend Blattmasse entwickelt ist
Blattgrün, Blattqualität, Photosyntheseleistung, Vitalität 2 - 3 mal 3 - 5 l/ha Lebosol®-MagSOFT SC Sobald ausreichend Blattmasse entwickelt ist
Ertrag, Knöllchenbildung, Vitalität 1 - 2 mal 0,25 l/ha Lebosol®-Molybdän Sobald ausreichend Blattmasse entwickelt ist
Haltbarkeit, Qualität 2 - 4 mal 5 l/ha Lebosol®-Kalium 450 Sobald ausreichend Blattmasse entwickelt ist
Photosyntheseleistung, innere Qualität, Vitalisierung, Widerstandskraft 1 - 3 mal 3 - 5 l/ha Lebosol®-Schwefel 800 SC +
1 - 3 mal 1 l/ha Lebosol®-Mangan GOLD SCoder1 - 3 mal 4 - 6 l/ha VITALoSol® GOLD SC (die kombinierte Variante)
Sobald ausreichend Blattmasse entwickelt ist
Widerstandskraft gegen Krankheiten 2 - 5 mal 2 - 3 l/ha Lebosol®-Kalium-Plus Bei Bedarf
Behandelte Kulturen werden von Mäusen gemieden 3 - 5 mal 5 l/ha Lebosol®-Schwefel 800 OD Bei Bedarf
Behandelte Kulturen werden von Haarwild gemieden 2 l Aminosol® (mit 2 l Wasser (2 - 3 Tage vorher ansetzen), Menge für 1 ha) Bei Bedarf