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Raps

Grunddüngung im Raps

Raps ist eine Kultur mit einem vergleichsweise hohen Anspruch an die Makronährstoffversorgung.

Die Grundnährstoffdüngung mit Phosphat im Herbst fördert die Wurzelentwicklung und erhöht die Winterhärte der Rapspflanzen. Gegenüber Krankheiten wird die Widerstandsfähigkeit erhöht und die Startbedingungen für das Frühjahr verbessert.

Kalium stärkt das Gewebe und reguliert den Salzhaushalt in den Zellen, so dass eine verbesserte Standfestigkeit als auch Winterfestigkeit erreicht wird.

Da aufgrund von Kälte und Nässe im Frühjahr die Verfügbarkeit von Kalium und Phosphor im Boden stark eingeschränkt ist, empfehlen wir für einen besseren Start den Einsatz von Lebosol®-PK-Max.

 

Eine ausreichende Versorgung mit Magnesium ist für die Sicherung einer ertragswirksamen Ausbildung von Blattgrün erforderlich.

Schwefel ist für Raps ein lebensnotwendiger Sekundärnährstoff, der v. a. im Frühjahr zeitgleich mit Stickstoff von der Rapspflanze aufgenommen wird. Dabei spielt Schwefel insbesondere beim Eiweiß- und Enzymstoffwechsel sowie beim Aufbau sekundärer Inhaltsstoffe eine wichtige Rolle. Aufgrund des hohen Schwefelbedarfs reagiert Raps empfindlich auf Schwefel-Mangel. Daher bewirkt eine Schwefeldüngung auf Schwefel-Mangel-Standorten einen signifikanten Ertragszuwachs und eine deutliche Verringerung des Krankheitsbefalls.

 

Schwefel-Mangel im Raps

Wir empfehlen in Ergänzung der Grunddüngung von Magnesium und Schwefel im Frühjahr ab Vegetationsbeginn bis Anfang Blüte den Einsatz von Lebosol®-MagSOFT SC zur Absicherung des Magnesium- und Schwefelbedarfes.

Schwefel-Mangel

Bor-Mangel

Bordüngung als Standard

Grundsätzlich zählt der Raps ähnlich wie die Zuckerrübe zu den borbedürftigen Pflanzen. Die aufgenommene Bormenge während der Vegetation beträgt beim Raps je nach Blattentwicklung zwischen 300 - 500 g/ha. Bor wird im Boden durch Trockenheit, hohe pH-Werte und nach Kalkungen in seiner Pflanzenverfügbarkeit eingeschränkt. Zusätzlich sind auf leichten Standorten Verluste durch Auswaschungen von Bor aus dem Wurzelraum zu beachten.

Wir empfehlen als Standardmaßnahme eine Bor-Blattapplikation im Herbst und im Frühjahr. Hierzu stehen im Hause Lebosol® zwei Borprodukte – Lebosol®-Bor und Lebosol®-AqueBor SC – zur Verfügung.

Neben Bor sind im Rapsanbau vor allem die Spurennährstoffe Molybdän und Mangan von Bedeutung.

Verbesserung der Effektivität der Bodenherbizide

Sowohl die Auswahl an Bodenherbizid-Wirkstoffen als auch die Korrekturmöglichkeiten im Nachauflauf sind bei Raps beschränkt. Allein schon aus diesem Grund ist eine Absicherung der Wirkung empfehlenswert. Außerdem können durch starke Niederschläge nach der Applikation der Herbizide Wirkstoffe verlagert werden und unterhalb des Saatguts gelangen und damit zu Wachstumsverzögerungen bzw. Chlorosen an den jungen Pflanzen führen.

Die bessere Bindung des Herbizids an den Boden durch den Zusatz von Herbosol® verringert diese negativen Folgen. Der Raps benötigt weniger Zeit zur Regeneration und kann sich dadurch im Herbst besser entwickeln.

Deshalb empfehlen wir Ihnen zu den Rapsbodenherbiziden für mehr Sicherheit in Wirkung und Verträglichkeit den Einsatz von Herbosol®.

DAWA Sortenversuche mit Clomazone

Der Einsatz von Boden-Herbiziden kann zu Stressreaktionen an der Kultur führen, insbesondere dann, wenn durch hohe Niederschläge eine Wirkstoffverlagerung in die Wurzelzone des Rapses erfolgt. Um den Stress für den Raps abzubauen, empfiehlt sich die 1 bis 2-malige Anwendung mit Aminosol® als Blattdüngung.
Aminosol® ist eine organische Stickstoffdüngelösung, die zu 55 % aus Aminosäuren besteht. Die Pflanzen bauen vereinfacht dargestellt aus Stickstoff, Kohlendioxyd und Wasser Aminosäuren auf, die im Verlauf der Photosynthese verarbeitet werden. Mit der Aminosol®-Blattdüngung werden den Pflanzen Aminosäuren direkt bereitgestellt und so eine zügige Revitalisierung ermöglicht. 

Schwerpunktempfehlungen

Ziel/Problem Empfehlung Zeitpunkt
Verbesserung der Effektivität und Verträglichkeit von Bodenherbiziden 0,2 - 0,6 l/ha Herbosol® (in Abhängigkeit von der Bodengüte: schwerer Boden, hoher Humusgehalt 0,2 l/ha, leichter Boden, geringer Humusgehalt 0,6 l/ha) Zu den Bodenherbiziden
Effektivität, Stresstoleranz, Verträglichkeit der Nachauflauf-Herbizid-Spritzungen 2 - 3 l/ha Aminosol® Zu den Nachauflauf-Herbiziden, bei extremen Wetterbedingungen
Behandelte Kulturen werden von Haarwild gemieden 1 - 2 mal 2 l Aminosol® (plus 2 l Wasser (2 - 3 Tage vorher ansetzen)) Im Herbst ab 4-Blatt-Stadium
Behandelte Kulturen werden von Mäusen gemieden 3 - 5 mal 5 l/ha Lebosol®-Schwefel 800 OD Im Herbst ab 4-Blatt-Stadium
Widerstandskraft gegen Krankheiten 4 - 6 l/ha VITALoSol® GOLD SC Im Herbst ab 4-Blatt-Stadium
Winterhärte Mikronährstoffe 2 - 3 l/ha Lebosol®-AqueBor SC +
0,25 l/ha Lebosol®-Molybdän +
1 l/ha Lebosol®-Mangan GOLD SC
Im Herbst ab 4-Blatt-Stadium
Ertrag, Vitalität Makronährstoffe 1 - 2 mal 3 - 5 l/ha Lebosol®-MagSOFT SC Im Frühjahr ab Vegetationsbeginn bis Anfang Blüte
Ertrag, Vitalität Mikronährstoffe 2 mal 2 - 3 l/ha Lebosol®-AqueBor SC +
0,25 l/ha Lebosol®-Molybdän +
1 l/ha Lebosol®-Mangan GOLD SC
Im Frühjahr ab Vegetationsbeginn bis Anfang Blüte
Ertrag, Widerstandskraft gegenüber Krankheiten, Ölgehalt 4 - 6 l/ha VITALoSol® GOLD SC Im Frühjahr ab Vegetationsbeginn bis Anfang Blüte
Ertrag, Vitalität Makronährstoffe 1 - 2 mal 6 l/ha Lebosol®-PK-Max Im Frühjahr ab Vegetationsbeginn bis Anfang Blüte