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Wurzel- und Knollengemüse

Aktuelle Erkenntnisse zur Nährstoffversorgung in Möhren

Der Möhrenanbau hat sich in den letzten Jahren immer mehr konzentriert. Die steigenden Anforderungen an Erträge mit den entsprechenden hohen Qualitätsstandards führte zu einer Spezialisierung. Die hohen Erwartungen können nur mit einer optimierten und angepassten Düngung erreicht werden.

Neben den unerlässlichen Bodenuntersuchungen hat sich zur Ergänzung dieser Ergebnisse in den vergangenen Jahren das Hilfsmittel der Komplexen Pflanzenanalyse im Gemüsebau etabliert. Mit Hilfe dieser Untersuchungen wird die „Leistung“ des Bodens feststellt. Daraufhin kann eine gezielte Ergänzung von Nährstoffen zur Steigerung von Qualität und Ertrag geplant werden.

 

Phosphor- und Magnesium-Mangel

Die Ergebnisse der Komplexen Pflanzenanalyse in den letzten Jahren haben ergeben, dass bei den Makronährstoffen insbesondere die Phosphor- und Magnesiumversorgung bei mehr als der Hälfte der untersuchten Proben im unterversorgten Bereich lag.

Bei Magnesium-Mangel (Abb. 01) bilden sich zuerst gelbe, später braune Blattspitzen an den älteren Blättern aus.

Phosphor-Mangel (Abb. 02) äußert sich durch rötliche Blätter besonders an der Mittelrippe. Das Wachstum ist gehemmt, die Pflanzen bleiben klein.

Magnesium-Mangel (Abb. 01)

Phosphor-Mangel (Abb. 02)

Mikronährstoffversorgung mit Bor, Zink, Mangan und Molybdän

Bor-Mangel hemmt die Bildung von Blattmasse, verbunden mit einer verringerten Assimilationsfläche, bei gravierendem Mangel treten Risse und Hohlräume in und an den Möhren auf.

Zink-Mangel bedingt einen gestörten Auxinstoffwechsel,  Kleinblättrigkeit und Zwergwuchs ist die Folge.

Ein Mangel an Mangan zeigt sich durch eine Gelbfärbung zwischen den Nerven. Bei Mangan-Mangel erscheinen die ersten Symptome auf den gerade vollständig entwickelten Blättern und später auch auf den jüngeren Blättern. Im Gegensatz zum Magnesium-Mangel, wo diese ersten Symptome auf den ältesten Blättern erscheinen.

Molybdän-Mangel führt zum Platzen von Möhren.

Durch eine Vielzahl von Blattdüngungsversuchen im Möhrenanbau in den zurückliegenden Jahren lässt sich die Wirksamkeit dieser Maßnahme belegen.

Aufbauend auf den Ergebnissen der Komplexen Pflanzenanalyse wurden die nachfolgenden Versuche durchgeführt.

Im Ergebnis ist festzustellen, dass diese Herangehensweise dazu beiträgt, die Erträge zu steigern und die hohen Qualitätsstandards zu sichern.

 Lebosol®-Magphos verbessert die Anfangsentwicklung der Möhren

Agravis Raiffeisen AG, Abbenhausen, Niedersachsen, 2009-2013

 

 Düngung nach den Ergebnissen einer Komplexen Pflanzenanalyse
steigert den Möhrenertrag

Agravis Raiffeisen AG, Abbenhausen, Niedersachsen, 2011-2014

 

Schwerpunktempfehlungen

Ziel/Problem Empfehlung Zeitpunkt
Verbesserung der Effektivität und Verträglichkeit von Bodenherbiziden 0,2 - 0,6 l/ha Herbosol® (in Abhängigkeit von der Bodengüte: schwerer Boden, hoher Humusgehalt 0,2 l/ha, leichter Boden, geringer Humusgehalt 0,6 l/ha) Zu den Bodenherbiziden
Anwachsen, Wurzelbildung 5 - 10 l/ha Aminosol® (angießen) 7 - 10 Tage nach dem Pflanzen
Effektivität, Verträglichkeit von Pflanzenschutzmaßnahmen 150 - 300 ml Aminosol® (pro 100 l Spritzwasser) Zu den Pflanzenschutzmaßnahmen
Effektivität, Verträglichkeit von Pflanzenschutzmaßnahmen 1 - 2 l/ha Aminosol® Zu den Nachauflauf-Herbiziden, bei extremen Wetterbedingungen
Zum Überbrücken von Perioden mit schlechten Wachstumsbedingungen 4 - 6 l/ha Lebosol®-Total Care Bei Stress in den Anlagen
Calciumtransport, innere Qualität, Vitaminbildung 1 - 3 mal 0,5 l/ha Lebosol®-Zink 700 SC Sobald ausreichend Blattmasse entwickelt ist
Haltbarkeit, Qualität 2 - 4 mal 5 l/ha Lebosol®-Kalium 450 Sobald ausreichend Blattmasse entwickelt ist
Blattgrün, Blattqualität, Photosyntheseleistung, Vitalität 2 - 3 mal 3 - 5 l/ha Lebosol®-MagSOFT SC Sobald ausreichend Blattmasse entwickelt ist
Photosyntheseleistung, innere Qualität, Vitalisierung, Widerstandskraft 2 - 4 mal 4 - 6 l/ha VITALoSol® GOLD SC Sobald ausreichend Blattmasse entwickelt ist
Lagerstabilität, Erhöhung der Widerstandskraft 3 - 4 mal 4 - 6 l/ha Lebosol®-Calcium-Forte SC Sobald ausreichend Blattmasse entwickelt ist
Anfangsentwicklung, Energie- und Wasserhaushalt, N-Effizienz, Vitalität 1 - 2 mal 5 l/ha Lebosol®-Magphosoder1 - 2 mal 6 - 8 l/ha Lebosol®-PK-Max Sobald ausreichend Blattmasse entwickelt ist
Calciumtransport, Ertrag, Knöllchenbildung, Qualität (Risse bzw. hohle Knollen, innere Verbräunung) 1 - 4 mal 2 - 3 l/ha Lebosol®-AqueBor SC +
1 - 2 mal 0,25 l/ha Lebosol®-Molybdänoder1 - 4 mal 2 - 3 l/ha Lebosol®-AqueBor SC (Mo) (die kombinierte Variante)
Sobald ausreichend Blattmasse entwickelt ist
Blattqualität, N-Effizienz, Photosyntheseleistung 2 - 3 mal 1 l/ha Lebosol®-Mangan GOLD SC Sobald ausreichend Blattmasse entwickelt ist
Widerstandskraft gegen Krankheiten 2 - 5 mal 2 - 3 l/ha Lebosol®-Kalium-Plus Bei Bedarf
Behandelte Kulturen werden von Mäusen gemieden 3 - 5 mal 5 l/ha Lebosol®-Schwefel 800 OD Bei Bedarf
Behandelte Kulturen werden von Haarwild gemieden 2 l Aminosol® (mit 2 l Wasser (2 - 3 Tage vorher ansetzen), Menge für 1 ha) Bei Bedarf