Merkliste Icon 0

Sonnenblumen

Blattdüngeempfehlung für Sonnenblumen

Sonnenblumen benötigen ein warmes, trockenes Klima mit einer Durchschnittstemperatur von mindestens 15,5 Grad Celsius zwischen Mai und September. 
Sie gedeihen am besten in klassischen Körnermaisregionen.
 

Herbizidmaßnahmen

Sonnenblumen reagieren bis zum 6-Blatt-Stadium empfindlich auf Konkurrenz durch Unkräuter/ Ungräser. Daher ist eine weitgehende Unkrautfreiheit in dieser Phase eine Voraussetzung für hohe Erträge.

Ein Baustein, dieses Ziel zu erreichen, ist Herbosol® – ein Zusatzstoff zur Verbesserung der Wirkung der Bodenherbizide. Der Zusatz von Herbosol® verbessert die Effektivität der Herbizidbehandlung, da der Feintropfenanteil reduziert und dadurch eine bessere Verteilung der Herbizide auf die Zielfläche  erreicht wird. Es bindet den Wirkstoff fester an die Bodenpartikel und es verhindert somit die Auswaschung der Wirkstoffe in tiefere Schichten.

Zur Erhöhung der Verträglichkeit der Blattherbizidspritzungen im Nachauflauf empfehlen wir den Einsatz von 2 - 3 l/ha Aminosol®.

Düngung

Sonnenblumen entwickeln ein weitreichendes Wurzelsystem und haben deshalb ein hohes Nährstoffaneignungsvermögen. Um der Versorgung mit den Hauptnährstoffen gerecht zu werden, ist es wichtig den Gehalt an Nährstoffen im Boden zu kennen. Auf der Grundlage einer Bodenanalyse kann dann eine gezielte Bodendüngung mit Stickstoff, Phosphor, Kalium, Schwefel bzw. Magnesium oder Kalk, gemäß der gesetzlichen Bestimmungen, durchgeführt werden.

Bei der N-Düngung ist Vorsicht geboten, da zu hohe N-Mengen zu einer verzögerten Abreife und einem erhöhten Krankheitsdruck führen. Da aufgrund von z. B. Kälte und Nässe im Frühjahr die Verfügbarkeit von Kalium und Phosphor im Boden eingeschränkt sein kann, empfehlen wir für einen besseren Start der Kultur den Einsatz von Lebosol®-PK-Max ab dem 4-Blatt-Stadium.

Eine ausreichende Versorgung mit Magnesium ist für die Sicherung einer ertragswirksamen Ausbildung von Blattgrün erforderlich. Die Sonnenblumen besitzen einen mittleren Schwefelbedarf. Für hohe, stabile Erträge ist also auf eine ausreichende Schwefel - Versorgung zu achten. Hier kann Lebosol®-MagSOFT SC zur Ergänzung der Grunddüngung von Magnesium und Schwefel eine wichtige Rolle Spielen.

Spurennährstoffdüngung

Der Einfluss von Spurenelementen auf den Ertrag und insbesondere aber auf die Qualität ist beim Anbau von Sonnenblumen recht hoch.

Sonnenblumen haben einen hohen Borbedarf; deshalb sollte insbesondere auf basischen, leichten und sandigen Böden sowie in Regionen mit Frühsommertrockenheit auf die Borversorgung geachtet werden. Bor-Mangel wird zunächst an den Blättern  sichtbar, deren Ränder wabenartig Blasen zeigen. Am Stängel kommt es zu schräg verlaufenden Rissen und in weiterer Folge zum Bruch. Bei ausgeprägtem Mangel stirbt der Vegetationspunkt noch vor der Blüte ab. Die Blütenkörbe selbst sind missgebildet mit tauben Samen. Ideal ist eine 2 - 3-malige Anwendung mit jeweils 1,5 l/ ha Lebosol®-AqueBor SC – ab dem 4-Blatt-Stadium.

Hinsichtlich einer ausreichenden Kupferversorgung sind Sonnenblumen sehr anspruchsvoll. Infolge von Kupfer-Mangel bei Sonnenblumen sind ein stark gehemmtes Wachstum, Welkeerscheinungen an den jungen Blättern sowie eine unterbundene Blütenbildung bzw. missgestalte Blüten mit tauben Samen zu beobachten. Benötigt werden für die Bildung eines hohen Ertrages ca. 100 – 150 g Kupfer /ha.

Mangan ist an der Steuerung der Photosynthese beteiligt. Hierdurch wird die Assimilationsleistung der Sonnenblume verbessert und der Ertrag nachhaltig positiv beeinflusst. Über seine regulierende Wirkung im Fettsäurestoffwechsel sichert Mangan einen hohen Ölgehalt ab. Der Bedarf der Sonnenblumen an Mangan liegt zwischen 400 – 600 g/ha je nach Ertrag.

VITALoSoL® GOLD SC kombiniert die Mikronährstoffe  Kupfer, Mangan sowie Schwefel und deckt damit den Nährstoffbedarf der Sonnenblume bei einer Aufwandmenge von 1,5  - 3 l/ha sehr gut ab.

Bei einer höherer Konzentrationen von 4 – 6 l/ha VITALoSoL® GOLD SC stärkt die Überversorgung mit diesen Elementen die Pflanzengesundheit und die Widerstandskraft der Sonnenblumen gegenüber Krankheiten. Setzen Sie VITALoSoL® GOLD SC in der Spritzfolge ein, um den Erfolg des Pflanzenschutzes abzusichern.

Um den gezielten Einsatz der Blattdüngung zu planen, hat sich die Blattanalyse als Hilfsmittel zum Erkennen von latentem Mangel bewährt. Dies ist außerordentlich wichtig, weil auch ein nicht sichtbarer (latenter) Mangel an Nährstoffen zu einem Verlust an Ertrag und Qualität führt.

Schwerpunktempfehlungen

Ziel/Problem Empfehlung Zeitpunkt
Verbesserung der Effektivität und Verträglichkeit von Bodenherbiziden 0,2 - 0,6 l/ha Herbosol® (in Abhängigkeit von der Bodengüte: schwerer Boden, hoher Humusgehalt 0,2 l/ha, leichter Boden, geringer Humusgehalt 0,6 l/ha) Zu den Bodenherbiziden
Effektivität, Stresstoleranz, Verträglichkeit der Nachauflauf-Herbizid-Spritzungen 2 - 3 l/ha Aminosol® Zu den Nachauflauf-Herbiziden, bei extremen Wetterbedingungen
Widerstandskraft - Mangan und Kupfer 2 l/ha Lebosol®-Mangan GOLD SC +
0,5 l/ha Lebosol®-Kupfer 350 SCoder 1,5 - 3 l/ha VITALoSol® GOLD SC (die kombinierte Variante)
Ab 4-Blatt-Stadium
Ertrag, Vitalität Makronährstoffe 2 mal 6 l/ha Lebosol®-PK-Max Ab 4-Blatt-Stadium
Ertrag, Vitalität Makronährstoffe 1 - 2 mal 3 - 5 l/ha Lebosol®-MagSOFT SC Ab 4-Blatt-Stadium
Ertrag, Vitalität Mikronährstoffe 2 - 3 mal 1 l/ha Lebosol®-AqueBor SC Ab 4-Blatt-Stadium
Ertrag, Widerstandskraft gegenüber Krankheiten, Ölgehalt 4 - 6 l/ha VITALoSol® GOLD SC Ab 4-Blatt-Stadium