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Stickstoff (N)

Stickstoff im Boden

In der Ackerkrume (A-Horizont) liegen meist mehr als 95 % des Gesamt-Stickstoffs als organisch gebundener Stickstoff in lebender Wurzelmasse, abgestorbener Pflanzenmasse, Humusstoffen und Bodenlebewesen vor. Der Rest von weniger als 5 % ist anorganischer Stickstoff in Form von Ammonium oder Nitrat und in sehr geringer Menge in Form von Nitrit. Dieser mineralische Stickstoffgehalt wird im Frühjahr vor der Düngung mit der Nmin-Methode bestimmt. Der Gesamt-Stickstoffgehalt der Böden ist stark abhängig von deren Kohlenstoffgehalt. Er wird durch Klima, Vegetation, Bodenart, Geländegestalt und Maßnahmen des Landwirts wie zum Beispiel durch Bodenbearbeitung, beeinflusst.

Stickstoff in Pflanzen

Stickstoff wird in die Photosyntheseprodukte eingebaut, um unter anderem Eiweiße herzustellen, und fördert so das Wachstum. Eine wichtige Bedeutung kommt dem Stickstoff als essentieller Bestandteil der Desoxyribonukleinsäure und des Chlorophylls zu. Je nach Art liegt der Anteil der Trockensubstanz bei 2 - 6 % oder bei durchschnittlich 1,5 %. Die Aufnahme des Stickstoffs erfolgt meist in Form von Ammonium- oder Nitratsalzen.

 Wofür ist Stickstoff wichtig?

  • alle Wachstumsprozesse der Pflanze
  • Aminosäuresynthese
  • Eiweiß-, Coenzym-, Nukleinsäuresynthese
  • Chlorophyllsynthese
  • Phytohormonhaushalt

Wodurch wird Stickstoff-Mangel verstärkt?

  • niedrigen oder hohen pH-Wert
  • sandige oder leichte Böden (Auswaschung)
  • geringen Humusgehalt
  • Trockenheit
  • starken Regen (Auswaschung) oder übermäßige Bewässerung
  • Zufuhr großer Mengen nicht verrotteter organischer Substanz (z. B. Stroh)
  • schnell wachsende Kulturen