de
Merkliste Icon 0

Zitrusfrüchte

Blattdüngeempfehlungen Zitrusfrüchte

Beim Anbau von Zitrusfrüchten ist die Blattdüngung schon seit vielen Jahren eine feste Komponente im Gesamtkomplex der Ernährung. Die Blattdüngung wird sowohl bei bereits sichtbaren Mangelerscheinungen (z. B. bei ManganEisenMagnesium etc.) aber auch bei latentem (nicht sichtbarer) Mangel eingesetzt.  
Die Blattanalyse hat sich zum Erkennen von latentem Nährstoffmangel bewährt.
 

Nährstoffverfügbarkeit

Auch wenn der Boden optimal mit Nährstoffen versorgt ist, ist die bedarfsgerechte Versorgung des Baumes mit Haupt-, Sekundär- und Spurenelementen nicht immer gesichert. Viele Faktoren begrenzen die Verfügbarkeit und Aufnahme aus dem Boden, z. B. hohe pH-Werte bei Spurenelementen und niedrige pH-Werte bei Haupt- und Sekundär-elementen, Trockenheit, kühle Witterung, Bodenverdichtungen, Konkurrenz durch Bodenbegrünungen, und Antagonismen (Wechselwirkungen) zwischen den Elementen.

Spezielle Nährstoffanforderungen

Eines der Mangelsymptome, die die Blätter von Zitrusfrüchten am häufigsten zeigen sind EisenchlorosenEisen-Mangel zeigt sich durch Vergilbung der jüngsten Blätter mit dunklen Blattadern. Hier schafft die frühe und regelmäßige Blattdüngung mit Lebosol®-Eisen-Citrat GOLD Abhilfe.

Fruchtqualität/Verbesserung der Lagerfähigkeit

In Bezug auf die Fruchtfestigkeit ist besonders auf das K-/Ca-Verhältnis in der Frucht zu achten: eine Überversorgung mit Kalium hemmt die Aufnahme von Calcium, so dass es zu einer Unterversorgung mit Calcium kommt.

Auch eine gute Verfügbarkeit vom Calcium im boden ist, auf Grund der Besonderheiten des Calciumtransportes in der Pflanze, keine Garantie für einen ausreichende Versorgung der Früchte. Sodass mehrmalige Calciumspritzungen mit Lebosol®-Calcium Forte SC (Calciumformiat als besonders verträgliche Calciumquelle) notwendig sind. Lebosol®-Calcium Forte SC sorgt für eine zusätzliche Versorgung mit Mangan und Zink.

Ausfärbung

Phosphor und Kalium haben einen positiven Effekt auf die Ausfärbung der Frucht, sodass mit mehreren Blattdüngungen ab Fruchtansatz mit Lebosol®-PK-Max die Deckfarbe gefördert wird. Gleichzeitig trägt Phosphor zu einer besseren Fruchtfestigkeit bei.

Blattflecken und vorzeitiger Blattfall

Einige Sorten neigen zu ernährungs-physiologisch bedingten Blattnekrosen und vorzeitigem Blattfall. Die Ursachen hierfür sind u. a. eine Unterversorgung mit Mangan und Magnesium. Die Kombination von Lebosol®-Magnesium 400 SC mit Lebosol®-Mangan 500 SC lindert die Symptome und reduziert den vorzeitigen Blattfall.

Molybdän-Mangel ist bei Zitrusfrüchten unter dem Namen „Yellow spot“ ("Geldbfleckigkeit") bekannt. Zwischen den Adern entwickeln sich im Frühjahr glasig erscheinende, rundliche bis ovale Flecken, die später blattoberseitig eine goldgelbe Färbung annehmen. Bei starkem Mangel können sich die Nekrosen bis zum Blattrand ausbreiten, der sich rollt. Hier verhindert die frühe und regelmäßige Blattdüngung mit Lebosol®-Molybdän die Ausbildung der „Yellow Spot“.

Blütenqualität, Fruchtansatz

Bor in Kombination mit Calcium (in Lebosol®-Robustus SC), Zink (Lebosol®-Zink 700 SC) und Aminosäuren (Aminosol®) haben einen positiven Einfluss auf Blüte, Pollenschlauchwachstum und Fruchtansatz. Sie können in dieser Kombination vor der Blüte oder nach der Ernte ausgebracht werden, um eine optimale Versorgung zu sichern. Die Anwendung von Bor und Zink fördern zu dem die Calciumaufnahme

Schwerpunktempfehlungen

Ziel/Problem Empfehlung Zeitpunkt
Behandelte Kulturen werden von Haarwild gemieden 2 l Aminosol® (Aminosol mit 2 l Wasser 2 - 3 Tage vorher ansetzen (Menge für 1 ha)) Bei Bedarf
Blütenqualität, Regenerierung, Reservestoffeinlagerung, Winterhärte 2 l/ha Lebosol®-Robustus SC +
0,5 l/ha Lebosol®-Zink 700 SC +
2 mal 2 - 3 l/ha Aminosol®
Nach der Ernte
Förderung Deckfarbe, Fruchtgröße, Fruchtfestigkeit 2 - 4 mal 6 - 8 l/ha Lebosol®-PK-Maxoder2 - 4 mal 5 l/ha Lebosol®-Kalium 450 Zwischen Ende Fruchtfall bis Ernte
Blütenknospenqualität, Calciumtransport, Schalenqualität 2 - 4 mal 2 l/ha Lebosol®-Robustus SC +
2 - 4 mal 0,25 l/ha Lebosol®-Zink 700 SC
Fruchtansatz bis Ernte
Blattqualität, Vorbeugung/Behebung von Eisenchlorosen, Wassertransport 2 - 5 mal 3 - 7 l/ha Lebosol®-Eisen-Citrat GOLD Erste Blätter voll entwickelt bis Ernte (nicht während der Blüte)
Gegen vorzeitigen Blattfall, Blattqualität, Photosyntheseleistung, Vitalität 2 - 4 mal 3 - 5 l/ha Lebosol®-Magnesium 400 SC Abblüte bis Ernte
Fruchtfestigkeit, Lagerstabilität, Widerstandskraft 4 - 6 mal 5 - 8 l/ha Lebosol®-Calcium-Forte SC Abblüte bis Ernte
Stärkung der Stresstoleranz 2 - 3 l/ha Aminosol® Abblüte bis Ernte, in gestressten Anlagen - ausgelöst durch z. B. das Wetter
Blattqualität, N-Effizienz, Photosyntheseleistung 2 - 4 mal 1 l/ha Lebosol®-Mangan GOLD SC Abblüte bis Ende Fruchtfall
Stärkung der Widerstandskraft gegen Krankheiten 2 - 4 mal 2 - 4 l/ha Lebosol®-Kalium-Plus Grüne Knospe bis Abblüte
Ertrag, Stärkung der Widerstandskraft der Blüte gegen Frost 5 l/ha Lebosol®-Kalium 450 +
1 l/ha Lebosol®-Robustus SC +
1 - 2 mal 2 l/ha Aminosol®
Ab Grüne Knospe vor Frostereignissen
Verbesserung von Blütenqualität, Fruchtansatz, Calciumtransport, Fruchtqualität, Ausfärbung 2 mal 2 l/ha Lebosol®-Robustus SC +
2 mal 0,25 l/ha Lebosol®-Zink 700 SC
Weiße Knospe bis Blühbeginn
Förderung Fruchtansatz, Fruchtgröße u. -ausfärbung 2 mal 5 - 7,5 l/ha Aminosol® Grüne und weiße Knospe
Effektivität, Verträglichkeit von Pflanzenschutzmaßnahmen 150 - 300 ml Aminosol® (pro 100 l Spritzwasser) Zu den Pflanzenschutzmaßnahmen