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Spargel

Blattdüngung im Spargel

Unter den Gemüsearten nimmt Spargel als mehrjährige Kultur einen Sonderstatus ein. Für einen wirtschaftlich erfolgreichen Spargelanbau ist es wichtig, dass der Anbauer dafür sorgt, dass sich die Pflanzen nach dem Stechen wieder bestmöglich erholen. Ein gesundes und gut ernährtes Laub ist dafür die Voraussetzung. So wird gewährleistet, dass die verbrauchten Reservestoffkohlenhydrate neu gebildet werden. Hierfür ist auf eine regelmäßige und ausreichende Wasserzufuhr zu achten.
Erhebliche Mengen an Nährstoffen werden von den Spargelpflanzen in ihrem umfangreichen System aus Speicherwurzeln eingelagert. Damit dieses schon ab der Pflanzung ausreichend ausgebildet werden kann, sollten der Pflanze im gesamten Wurzelraum alle benötigten Nährstoffe vorliegen. Dafür ist es notwendig, dass keinerlei Bodenverdichtungen sowie Staunässe das Wurzelwachstum beeinträchtigen.
 

Nährstoffverfügbarkeit

Auch wenn der Boden optimal mit Nährstoffen versorgt ist, ist die bedarfsgerechte Versorgung der Spargelpflanze mit Haupt-, Sekundär- und Spurenelementen nicht immer gesichert. Viele Faktoren begrenzen die Verfügbarkeit und Aufnahme aus dem Boden, z. B. hohe pH-Werte bei Spurenelementen und niedrige pH-Werte bei Haupt- und Sekundärelementen, Trockenheit, kühle Witterung, Bodenverdichtungen und/oder Staunässe und Antagonismen (Wechselwirkungen) zwischen den Elementen (z. B. begrenzt ein Zuviel an Kalium die Verfügbarkeit und Aufnahme von Magnesium).
Besonders wichtig ist die kontinuierliche Versorgung der Spargelpflanzen mit Magnesium, Mangan und Bor über die Saison. Bei einem Mangel an diesen Elementen reagiert der Spargel recht schnell mit Verminderung der Assimilationsleistung (Magnesium, Mangan) oder mit der Verschlechterung der Stangenqualität (Bor).

Blattdüngung im Spargel

Um Nährstoffdefizite auszugleichen, ist die Blattdüngung ein geeignetes Mittel. Besonders auf den sandigen, leicht sauren Böden, auf denen der Spargel hauptsächlich angebaut wird, und auf Böden mit hohem Kaliumgehalt, sowie bei Kälte und Nässe kann Magnesium-Mangel auftreten. Magnesium-Mangel zeigt sich durch gelbe Phylokladien, die verwelken und absterben. Blattbehandlungen mit dem flüssigen, besonders verträglichen Lebosol®-Magnesium 400 SC beugen hier vor. Da gleichzeitig auch Schwefel unterversorgt sein kann, bietet sich der kombinierte Einsatz von Magnesium + Schwefel über Lebosol®-MagSOFT SC an.

Bor-Mangel kann beim Spargel zu hohlen Stangen führen. In manchen Jahren bedeutet dies ein Ausfall im Bereich der marktfähigen Ware von bis zu 20 %. Achten Sie daher bitte auf eine gute Versorgung mit Bor. 2 - 3 Anwendungen mit  2 - 3  l/ha Lebosol®-Bor reichen schon um den Bedarf zu decken. Da Calcium ebenso ein qualitätsbestimmendes Element ist, können Sie diese Anwendung auch mit Lebosol®-Robustus (100 g B/l + 215 g Ca/l) durchführen.

Magnesium-Mangel an Phyllokladien

Magnesium-Mangel

Neupflanzungen und Haarwild

Aminosol® wird aus tierischem Eiweiß aus der Lebensmittelproduktion gewonnen. Dieses Eiweiß wird auf enzymatischem Weg zu Aminosäuren umgebaut. Dadurch entsteht der typische Aminosol®-Geruch. Dieser Geruch wird von Haarwild weitaus intensiver wahrgenommen und als unangenehmer empfunden als vom Menschen. Daher meidet Haarwild mit Aminosol® behandelte Anlagen und weicht in unbehandelte aus.

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