Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Kartoffelpflanze und bereits geerntete Kartoffeln
Schwung

Blattdüngung in Kartoffeln

Kartoffeln haben einen spezifischen Anspruch an die Verfügbarkeit von Spurennährstoffen. Spurennährstoffe besitzen qualitäts- und ertragsbestimmende Eigenschaften im Kartoffelanbau. 

Langjährige Blattstieluntersuchungen zeigen, dass im Kartoffelanbau das Thema Spurenelemente mehr Beachtung finden sollte.  

Nährstoffverfügbarkeit

Um eine Düngestrategie mit Spurenelementen planen zu können, müssen Probleme am Standort zunächst erkannt werden. Hierbei steht dem Landwirt im ersten Schritt die Bodenuntersuchung zur Verfügung.

Auch wenn der Boden optimal mit Nährstoffen versorgt ist, ist die bedarfsgerechte Versorgung mit Haupt-, Sekundär- und Spurenelementen nicht immer gesichert. Viele Faktoren begrenzen die Verfügbarkeit und Aufnahme aus dem Boden, z. B. hohe pH-Werte bei Spurenelementen und niedrige pH-Werte bei Haupt- und Sekundärelementen, Trockenheit, kühle Witterung, Bodenverdichtungen und/oder Staunässe, und Antagonismen (Wechselwirkungen) zwischen den Elementen (z. B. begrenzt ein Zuviel an Kalium die Verfügbarkeit und Aufnahme von Magnesium).

Um die Nährstoffsituation in Ihren Beständen besser einschätzen zu können, empfehlen wir Ihnen, das Instrument der Blattstielanalyse zu nutzen. Die Ergebnisse der Blattstielanalysen zeigen Ihnen die aktuelle Versorgungslage an. Sie können dann zielgerichtet den effektiven Einsatz der erforderlichen Spurenelemente planen.

Über das Instrument der Knollenanalyse können Sie erfahren, ob Ihre Düngestrategie aufgegangen ist und in wie weit Sie diese in der kommenden Saison anpassen können.

Beizung

Insbesondere in Jahren mit wenig Niederschlag und auf leichten Böden ist die Gefahr von Schorfinfektionen hoch. Eine Kartoffelpflanze, die ausreichend mit Mangan versorgt ist, kann sich gegen den Schorf besser wehren.

Die Beizung mit Lebosol®-Mangan 500 SC ist in der Praxis eine Maßnahme zur Reduzierung des Schorfbefalls. Die höchsten Effekte sind unter trockenen Bedingungen bzw. bei niedrigen Beregnungsmengen zu erwarten, auch dann, wenn im Boden hohe Gehalte von Mangan vorhanden sind. Verbesserung der Effektivität und Verträglichkeit der Herbizidspritzungen durch Herbosol®.

Die Kartoffel kann in ihrer Jugendentwicklung kaum Unkräuter unterdrücken, da diese eine schnellere Aufgangsentwicklung als die Kartoffel aufweisen. Daher ist eine weitgehende Unkrautfreiheit eine Voraussetzung für hohe Erträge.

Ein Baustein, dieses Ziel zu erreichen, ist Herbosol® – ein Zusatzstoff zu den Bodenherbiziden.

Der Zusatz von Herbosol® verbessert die Effektivität der Herbizidbehandlung, da der Feintropfenanteil reduziert und dadurch eine bessere Verteilung der Herbizide auf der Dammoberfläche erreicht wird, und es verhindert die Auswaschung der Wirkstoffe in tiefere Bodenschichten. Damit wird der herbizidempfindliche Kartoffelkeim geschützt.

Zur Erhöhung der Verträglichkeit der Nachauflaufherbizidspritzungen empfehlen wir den Einsatz von 2 – 3 l/ha Aminosol®.

Anfangsentwicklung

Insbesondere im Jugendstadium ist das Nährstoffaneignungsvermögen aufgrund des wenig ausgebildeten Wurzelsystems eingeschränkt. Dies trifft vor allem auf die Nährstoffe PhosphorMangan aber auch Bor zu. Besonders in den letzten Jahren konnte sich kein allzu ausgeprägtes Wurzelwerk ausbilden. Gründe hierfür sind Stress, beispielsweise durch Wetterextreme, und schlagspezifische Probleme wie Verdichtungen (Fahrgassen, Vorgewende, Senken. Verstärkt waren Phosphormangelsymptome am Blattwerk zu beobachten.

Deshalb empfehlen wir Ihnen: zur Förderung des Knollenansatzes/Dicken der Stolonen: 2 Anwendungen im Abstand von 10 – 14 Tagen mit 6 l/ha Lebosol®-Magphos und zur Unterstützung des Knollenwachstums ab 10 mm Knollendurchmesser: 6 l/ha Lebosol®-Magphos.