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Detailaufnahme eines einzelnen schon geöffneten Maiskolben in einem Maisfeld
Schwung

Blattdüngung im Mais

Der Maisanbau hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einer der wichtigsten Ackerkulturen in Deutschland entwickelt. Der Bedarf an Silomais wächst aufgrund der zunehmenden Nutzung als Biogassubstrat, aber auch die Rinder- und Schweinefütterung stellt hohe Anforderungen an die Quantität und Qualität der Frucht in Form von Silo-, Körner-, und CCM-Mais. Eine bedarfsgerechte, angepasste Düngung liefert nicht nur die besten Voraussetzungen für eine ertragreiche Ernte, auch 

können qualitative Merkmale wie Energiegehalt, Stärkegehalt und Verdaulichkeit durch die gezielte Zuführung von Nährstoffen wie StickstoffPhosphorKalium sowie Spurennährstoffen beeinflusst werden. Das Thema Nachhaltigkeit spielt bei der Düngeplanung von Mais eine wichtige Rolle. Nitrat- und Phosphatverluste sind zu vermeiden, stattdessen sollte ein hoher Nährstoffbedarf mit hoher Nährstoffverfügbarkeit zum richtigen Zeitpunkt beantwortet werden.

Düngung von Mais über das Blatt

Die Zuführung von Haupt- und Mikronährstoffen über das Blatt bietet den Vorteil, dass die Nährstoffe zur richtigen Zeit am richtigen Ort sofort verfügbar sind.

Wachstumsdepressionen aufgrund kalter Witterung oder Stresssituationen sowie aufgrund von Trockenheit oder Staunässe führen schon im 6 - 8-Blatt-Stadium zu Ertragseinbußen. Blau-lila gefärbte Blätter zeigen Phosphormangel im Mais, Peitschenbildung und nekrotische Blattspitzen mit Aufhellungen sind nicht selten die Reaktion auf Herbizidmaßnahmen in Verbindung mit kühlen Temperaturen.

Makro- und Spurennährstoffe (Bor, Zink, Mangan und MaisSpezial)

Flüssigdünger wie Lebosol®-Magphos oder Lebosol®-PK-Max eignen sich zur Behebung von Wachsstumsstillstand. Die Blattapplikation bietet eine Lösung bei mangelnder Nährstoffverfügbarkeit. Schon im frühen Jugendstadium des Maises werden Kolbenbildung und somit Kornertrag durch eine ausreichende Versorgung mit BorZink und Mangan gefördert. Es empfiehlt sich der gezielte Einsatz von Einzelnährstoffen wie BorZink oder mit unserem eigens als Maisdünger entwickelten Produkt Lebosol®-MaisSpezial SC. Die Blattdünger im Mais können mit der Herbizidmaßnahme ab dem 4-Blatt-Stadium kombiniert werden oder sie können als Solomaßnahme im 6 – 8-Blatt-Stadium gefahren werden.

Aminosäuren als Schlüsselfunktion bei Herbizidstress

Herbizimaßnahmen, insbesondere mit Sulfonylharnstoffen, verursachen nicht selten Stress im Mais. Das Zellwachstum und die Zellteilung werden durch Phytohormone reguliert, welche wiederum aus Proteinen, sprich Aminosäuren entstehen. Um in Stresssituationen die Pflanze zur Entgiftung und Kompensation der Herbizidwirkstoffe zu unterstützen, empfehlen wir die unmittelbare Applikation von Aminosäuren in Form von Aminosol® gleich mit dem Herbizid.

Bei ungünstigen Wettersituationen führt auch der Einsatz von Bodenherbiziden zu Stress (Regen nach der Applikation). Hier kann der Zusatz von 0,4 l/ ha Herbosol® verhindern, dass der Wirkstoff zu schnell verlagert wird.